Samstag, 8. Juli 2017

[Rezension] Anne- Marie Jungwirth - Superior: Das dunkle Licht der Gaben

Autor: Anne - Marie Jungwirth
Titel: Superior: Das dunkle Licht der Gaben
Teil einer Reihe: Superior - Band 1
Genre: Fantasy, Science-Fiction, Dystopie
Erschienen: 8.Juli 2017
Verlag: Drachenmond
ISBN: 978-3959912112
Seitenanzahl: 344
Preis: Taschenbuch 14,90€, Ebook 4,99€
Wertung: 5/5
Bildquelle/Cover: © Drachenmond Verlag

 







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"Ein privilegiertes Leben und schier unbegrenzte Möglichkeiten – das bietet die Superior Human Society ihren Mitgliedern. Zumindest denen, die es wert sind …

„Du bist eine Superia, aber deine Gaben sind minderwertig.“

Unzählige Male hat die 20-jährige Amelia diesen Satz schon gehört. Und jedes Mal war sie froh darüber.

Sie wollte nicht dazugehören.
Sie wollte nicht die Pflichten.
Sie wollte nicht, dass man ihr vorschrieb, mit wem sie sich paaren sollte.

Doch was Amelia will, ist für eine Andere bestimmt. Und was man von ihr will, ist schlimmer als eine Zwangsheirat. "
Quelle: © Drachenmond Verlag





Hierbei handelt es sich um einen doch recht komplexen Auftakt einer Dystopie.
Bereits die ersten Zeilen konnten mich ohne Ende fesseln und ich war gespannt darauf mehr über das dahinter zu erfahren.
Amelia unsere Hauptprotagonistin ist mir ziemlich schnell ans Herz gewachsen. Ich mochte ihre Art sehr gern. Sie ist tough nicht auf den Mund gefallen und lässt sich im allgemeinen auch nichts bieten.
Sie ist ein Mensch, der einem schnell ans Herz wächst, weil man auch ihre Verletzlichkeit mehr als gut spürt.
Ich habe Amelias Weg eifrig verfolgt und habe Anteil an ihrem Leben genommen.
Ihr Leben das mit einem Mal komplett erschüttert wird. Ist alles plötzlich noch rosig , leicht und ohne Probleme. So ändert sich dies, als die Superiors ins Spiel kommen.

Plötzlich ist nichts mehr einfach, sie sieht sich mit Dingen konfrontiert, die sie zerstören können. Die ihr Weltbild ins Wanken bringen.
Es zeichnen sich Dinge ab,die kaum zu bemessen sind.
Die sich als ziemlich beängstigend herausstellen und sie vor Entscheidungen und auch Prüfungen stellen, die ihr alles abverlangen.

Und zwischen all dem, macht auch die Liebe nicht vor ihr Halt.
Sie begegnet Nathan. Hach Nathan, er hat mein Herz im Sturm erobert. Er ist sehr geheimnisvoll, aber zunächst auch ziemlich unergründlich. Man muss einfach mehr über ihn erfahren, um ihn verstehen zu können.
Dieses Buch ist wirklich ein Auf und Ab an Emotionen. Ist man eben noch glücklich und im Taumel, so findet man sich wenig später schon in der nächsten brenzligen Situation wieder.
Man muss entscheiden, was richtig oder falsch ist.
Wer es wert ist, das Vertrauen zu bekommen.
Wer spielt richtig, wer spielt falsch?
Besonders den Hintergrund fand ich sehr faszinierend und hat mich auch ziemlich gefordert.
Es ist wirklich ziemlich beängstigend, aber zeigt gleichzeitig auch welche Berechenbarkeit und welche Abgründigkeit dahintersteckt.
Im Laufe des Buches erfährt man immer mehr darüber und doch kann man nicht genug darüber erfahren.
Besonders die Gaben fand ich sehr interessant, da sie sehr unterschiedlich sind.

Die Wendungen die hier eingewoben wurden, haben mich wirklich schlucken lassen. Es gab Überraschungen mit denen ich nie gerechnet hätte und die mich ein Stück weit doch ziemlich entsetzt und mitgenommen haben.
Plötzlich betrachtet man alles anders. Die Blickwinkel verschieben sich und man setzt sich mit allem auseinander.
Mir hat dieses Buch unheimlich gut gefallen. Was vor allem an den beiden Hauptcharakteren lag, die ich wirklich sehr gern mochte.
Auch menschlich gesehen hat es mir unheimlich viel gegeben, aber auch genommen. Ein Roman der nicht kalt lässt und gerade deshalb einiges bewegen und aus einem herausholen kann.
Die Autorin hat es gekonnt verstanden mit Details und Beschreibungen zu spielen, so das ein wahres Kopfkino losbrach. Sie hat dem ganzen eine Seele eingehaucht, so das es noch intensiver erschien und man umso mehr an das Geschehen gefesselt war.
Den Spannungsbogen konnte sie sehr gut halten. Mal schoss er nach oben, dann wieder runter. Es wurde jedoch nie langweilig und ich hatte spürbaren Spaß bei diesem Erlebnis.
Aber auch die Thematik ist sehr interessant und auch vielseitig, ich bin schon wahnsinnig darauf gespannt wie es weitergeht.

Hierbei erfahren wir zum größten Teil die Perspektiven von Amelia und Nathan, was ihnen mehr Raum und Tiefe schenkt.
Die Charaktere sind ausdrucksstark, lebendig und nehmen für sich ein.
Besonders die beiden Hauptcharaktere empfand ich als sehr lebendig und ich konnte ihre innere Zerrissenheit, die Verzweiflung und die verborgene Leidenschaft unheimlich gut spüren.
Ihre Handlungen und Gedankengänge sind meist gut nachvollziehbar gestaltet.
Die einzelnen Kapitel haben eine normale Länge.
Der Schreibstil ist fließend und stark einnehmend, aber auch mitreißend und bildgewaltig gehalten.



Ein sehr eindruckssvoller, beängstigender und komplexer Auftakt dieser Dystopie.
Nathan und Amelia ziehen einfach in den Bann und man zittert und fiebert an ihrer Seite unglaublich mit.
De Thematik ist interessant, faszinierend und hat mich enorm viel gekostet.
Denn stellenweise geht es einfach auch sehr nahe.
Ich bin jetzt schon gespannt darauf wie es weitergeht.

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